Die aktuelle AStA-Koalition aus Demokratische Linke Liste (DL), Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH), Die Flexiblen, Grüne Hochschulgruppe, Linke Liste (LiLi), Die Pinguine, Piraten an der Uni – Anne-Bonny-Kommitee und SDS.Die Linke verurteilt entschieden das aktuelle Wahlkampfflyer-Motiv des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) (siehe unten). Dieses zeigt neben der Aufschrift „Lasst uns dem Gruselmärchen ein Ende bereiten! Wir wählen bei den Hochschulwahlen RCDS!“ einen Mann und eine Frau, die eine Hexe in einen Ofen schieben. Der Rock der Hexe ist hierbei mit der Aufschrift „AStA-Vorstand“ versehen.

Die Koalitionsgruppen erklären hierzu:

„Eine Hochschulgruppe, die die bildliche Darstellung von Menschenverbrennung als Wahlkampfmotiv verwendet, hat in einer aufgeklärten Studierendenschaft keinen Platz. Nicht nur die abscheuliche und frauenfeindliche Geschichte der Hexenverbrennung in Europa, sondern auch und gerade die Geschichte des IG-Farben-Campus, die untrennbar mit der Vernichtung von Millionen Jüd_innen und Sinti und Roma sowie der Verfolgung und Ermordung von politischen Gegner_innen verbunden ist, verbietet eine solche Form der Wahlwerbung. Dass Mitglieder des RCDS Kritik an dem Motiv auf ihrer Facebookseite nicht ernstnehmen, sondern auf den angeblich darin enthaltenen „Humor“ verweisen, zeigt erneut, welches Menschenbild innerhalb der Hochschulgruppe vorherrscht. Für uns sind Frauenfeindlichkeit und die Verbrennung von Menschen kein Humor!“

Bereits im letzten Jahr hatte der RCDS mit sexistischen Flyern um Stimmen geworben und auch damals mit Verweis auf den „humoristischen Charakter“ der Flyer jegliche Kritik abgeblockt. Die Koalitionsgruppen rufen alle anderen Hochschulgruppen dazu auf, sich ebenso deutlich von dem Motiv abzugrenzen und Menschenverachtung in jeder Form keinen Platz zu bieten.

Dazu ein Artikel aus der Frankfurter Rundschau vom 23. Januar 2013